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Dezember 20, 2021 3 min lesen.

 

Was ist eigentlich dieses Julfest? Das skandinavische Weihnachten? Der Vorläufer des Weihnachtsfestes? Ein Name für die Wintersonnenwende? Ja, all das bezeichnet dieses Jul. Doch es steckt noch viel mehr hinter der Tradition des Julfestes.

Weihnachten steht vor der Tür. Doch bevor man das christliche Weihnachtsfest feierte, wurde ursprünglich das Julfest zu Ehren des Gottes Odin abgehalten. Jul - das Fest zur Wintersonnenwende - wurde am 21. Dezember gefeiert und war für die Kelten und Alten Germanen das wichtigste Fest im Jahr. Auch heute gibt es noch viele, die diesen Brauch zelebrieren.

 

Die Bedeutung der Wintersonnenwende

In vorchristlicher Zeit war die Wintersonnenwende sowie die darauf folgenden Rauhnächte der Neubeginn für die alt-germanischen und keltischen Bürger. Der kalte und dunkle Winter war für sie eine harte Jahreszeit, in der es zu überleben galt. Deshalb hatte die Rückkehr von Sonne und Licht eine wichtige Bedeutung für die Nordmänner. Die Wiederkehr der Sonne wurde am 21. Dezember ausgiebig gefeiert. Bei diesem Fest zur Wintersonnenwende wurden Feuer entzündet, brennende Räder ins Tal hinuntergestoßen und der Alkohol floss in Strömen. 

Später verschmolz das Julfest mit dem christlichen Weihnachten. Die Gläubigen des Christentums feierten nun nicht mehr die Wintersonnenwende, sondern die Geburt des Christkindes. Nach den dunklen und kalten Tagen kehrte bei der Wintersonnenwende endlich wieder das Licht zurück. Und auch beim Weihnachtsfest geht es um eine Geburt des Lichtes. 

 

Jul - Das skandinavische Weihnachtsfest

Auch heute noch werden einige Bräuche des Julfestes gelebt. So sagt man beim skandinavischen Weihnachtsfest “God Jul”, was die gleiche Bedeutung hat wie “Frohe Weihnachten”. Unter dem Weihnachtsbaum findet man den aus Stroh bestehenden Julbock. Dieser soll laut Brauch die Geschenke tragen. 

Am Weihnachtsabend wird das gemeinsame Essen groß gefeiert. Nach dem Essen werden die in vielen Lagen eingepackten Geschenke mit dem Ausruf “Julklap” in das Zimmer geworfen. An jedem Päckchen befindet sich ein kleiner Spruch, in dem der Beschenkte auf eine lustige Weise beschrieben wird. Somit soll erraten werden, für wen dieses Geschenk ist - natürlich unter viel Gelächter. Die Kirche findet am ersten Weihnachtstag statt. Oft stellen die Gläubigen dazu brennende Kerzen in die Fenster, sodass der Gang zur Kirche eine gewisse Magie erhält.

 

Bräuche und Riten zum Julfest

Das Julfest ist nach den Alten Germanen und Kelten als ein Lichterfest bekannt. Heute erinnern nur noch die hell erleuchteten Weihnachtsbäume und die Kerzen auf dem Adventskranz an diesen Brauch. 

Auf das Julfest folgen die zwölf Rauhnächte, in denen viel gefeiert wurde. Nach uralten Ritualen wurde in diesen Nächten die Häuser ausgeräuchert und mit Rauch gereinigt. Angeblich waren in den Rauhnächten seltsame Kreaturen unterwegs und Frau Perchta - auch als Frau Holle bekannt - klopfte an die Haustüren, um zu kontrollieren, wer das Jahr über fleißig und wer faul war.

Besonders in den skandinavischen Ländern sind bis heute einige Bräuche verbreitet. Sie bezeichnen das Weihnachtsfest noch immer als Jul. Wie bereits erwähnt findet man an manchen Plätzen den Julbock, welcher mit den Ziegenböcken des Gottes Odin in Verbindung gebracht wird. Vor der Christianisierung glaubten die Bewohner an dämonische Ziegenböcke, die in ihre Häuser stürmen. Der Ziegenbock wurde jedoch nicht nur als böses Zeichen gesehen, sondern er galt auch als Fruchtbarkeitssymbol und brachte den Kindern die Geschenke. Zudem war der Ziegenbock für die Vertreibung der bösen Geister zuständig. So verkleideten sich früher junge Männer als Ziegenböcke, um damit die Menschen zu erschrecken. 

Auch der nordische Brauch “Julklappen” wird heute noch in einigen skandinavischen Ländern zelebriert. Dieses Ritual ist mit dem bekannten Wichteln vergleichbar. Der Julbock wird dabei entzündet und soll an die Julfeuer der Ahnen erinnern.

 

Die Bedeutung der Rauhnächte

Nach dem Julfest beginnen die zwölf Rauhnächte, an denen kaum gearbeitet wurde. In diesen mystischen Rauhnächten sollten die Dämonen der dunklen Winterzeit vertrieben werden. Damit die bösen Geister verschwinden und sie keinen Menschen mit Krankheit befallen, wurden die Häuser ausgeräuchert und mit viel Lärm gereinigt.  

Nach nordischer Mythologie ist Odin während der zwölf Rauhnächte mit seinem Heer auf wilder Jagd unterwegs. Die Bewohner versuchten, diese Wesen zu meiden und sie mit kleinen Leckereien vor der Haustür wohlgesonnen zu stimmen. Weiße Wäsche sollte man zu dieser Zeit lieber nicht zum Trocknen aufhängen. Diese würde Odin vermutlich schnappen, um sie als Leichentuch für den Eigentümer zu verwenden.

 

Bis heute feiern noch einige Menschen in den nordischen Regionen das Julfest und pflegen die Bräuche und Riten der mystischen Rauhnächte.

Wir wünschen Frohe Weihnachten oder wie man sagt: God Jul! :)